Newsletter 2026-01

Januar 2026

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Liebe Freund:innen der bürgerINenergie eG,

Rückenwind

zunächst möchte ich allen ein Gutes Neues Jahr wünschen. Die aktuelle Lage in der Welt- und der Klimapolitik stimmt zwar wenig hoffnungsvoll, aber wenn wir gemeinsam zusammenarbeiten, können wir mit kleinen Erfolgen ein bisschen gegenhalten. Wir, die bINe, versuchen und schaffen dies mit unseren Projekten zur Energiewende, die nicht mehr aufzuhalten ist.

Dies zeigt unser Vorsitzender des Vorstandes, Nicolas Schweigert, in dem ersten Beitrag des Newsletters. Auch im zweiten Artikel berichten wir von Fortschritten, wie wir erstmals auch bei großen Projekten einsteigen werden.

  1. Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten
  2. Wichtige Treffen zu Investitionen in Windkraft- und Freiflächen-PV-Anlagen
  3. Mitarbeiter gesucht
  4. Termine

Viel Spaß beim Lesen und ansonsten lohnt auch immer ein Blick auf unsere Webseiten
https://buergerinenergie.de ! 

Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten – Lasst uns die Zukunft gestalten

von Nicolas Schweigert, Vorsitzender des Vorstandes

Die Welt verändert sich – und selten war dieser Wandel so sichtbar und so unumkehrbar wie heute. Die Energiewende ist längst kein Zukunftsprojekt mehr, sondern Realität. Auch wenn die Energiewende aktuell unter Beschuss steht – getrieben aus den Milliarden der Öl- und Gas-Lobby – PV, Wind, Wärmepumpe, Geothermie und Speicher revolutionieren die Welt. Die Dynamik schreitet voran, wir können versuchen, alte Geschäftsmodelle noch etwas länger am Leben zu lassen oder aber die Zukunft zu gestalten.

Ein System, das die 20‑Prozent‑Marke überschreitet, kippt nicht mehr zurück

Diagramm Erneuerbare Energien

In der Transformationsforschung gilt ein klarer Befund: Sobald ein Energiesystem mehr als 20 % erneuerbare Energien erreicht, wird der Wandel selbsttragend. Ab diesem Punkt entstehen Skaleneffekte, sinken Kosten, wächst die Akzeptanz – und das System lässt sich nicht mehr in den alten Zustand zurückdrängen. Genau diese Schwelle haben wir längst hinter uns gelassen. Deutschland steht heute beim Strom bei 55%, Tendenz steigend. Erneuerbare Energien sind heute das Rückgrat der Stromversorgung. Fossile Energieträger verlieren rapide an Bedeutung, die Infrastruktur wächst schneller, als viele dachten. Wir sehen dies an den Überzeichnungen von Windparkausschreibungen oder der großen Nachfrage an Großspeichern. Mit jedem neuen Windrad, jedem Solardach, jedem Speicher, jedem E-Auto und jeder Wärmepumpe wird das System stabiler und günstiger.

Eine PV-Anlage ist die günstigste Art für jeden Strom zu erzeugen. Stecker-PV-Anlagen amortisieren sich nach 2,5 Jahren. Und auch die Wärmepumpe hat nach der BILD-Hysterie nun den Durchbruch geschafft. Im E-Auto-Markt führt Norwegen mit Neuzulassungen von fast 90%, das wird bei uns in der Vorderpfalz auch kommen.

Was kostet uns das alte System eigentlich?

Während die erneuerbaren Energien immer günstiger werden, zeigt ein Blick auf die privaten Ausgaben, wie teuer das fossile System für jeden Einzelnen ist. Deutschland zahlt jedes Jahr 81 Mrd. Euro  für fossile Brennstoffe, d.h. ca. 1000€ pro Person! Damit machen wir uns abhängig. Wir erinnern uns doch gut an die von Russland herbeigeführte Gas-Krise. Und ganz nebenbei fordern Trump und Katar von unseren Regierungen in Zollgesprächen weitere Investitionen in Öl und Gas oder attackieren unsere Gesetzgebungen. Was wir mit dem Geld alles machen könnten! Jede Kilowattstunde, die wir selbst erzeugen oder aus erneuerbaren Quellen beziehen, macht uns unabhängiger von Preisschwankungen und geopolitischen Risiken.

Wir können uns entscheiden: Wollen wir das Geld weiterhin in irgendwelche Länder überweisen oder die Wertschöpfung vor Ort lassen? Jeder von uns hat die Wahl, im Großen und im Kleinen, jeden Tag.

Die Energiegenossenschaft bietet eine Möglichkeit, die Wertschöpfung in der Region zu lassen. Über Anteile an der Genossenschaft zahlen wir Renditen und über Nachrangdarlehen zahlen wir Zinsen an die Menschen in der Region. Über unseren Stromtarif und zukünftige bINe-Energie-Community können wir Strom handeln und beziehen zu günstigen, regionalen Preisen. Über unsere Projekte arbeiten wir daran, die Energie zu produzieren und wir haben viel vor in 2026 mit Windrädern, Freiflächen-PV, Speichern, Dach-PV und Geothermie.

Jede neue Entwicklung ist anstrengend und die erste Reaktion ist oft abwehrend. Aber wir können nur gewinnen. Wenn wir aktiv handeln, gewinnen wir richtig!

Blick in die Zukunft

Lasst uns in die Zukunft schauen. Die Frage ist nicht mehr, ob die Energiewende gelingt. Die Frage ist nur noch, wie wir sie aktiv gestalten und wie wir davon profitieren. Das ist unsere Chance, es gibt so viel Potenziale. Jeder Schritt, den wir heute gehen, beschleunigt den Wandel.

Eine Erneuerbare-Energien-Wabe Vorderpfalz ermöglicht günstige unabhängige Energie, finanziert von den Menschen vor Ort. Wir werden auf den Dächern PV-Anlagen haben, wir bewegen uns zu Fuß, mit dem Fahrrad oder E-Bike, nehmen das Elektroauto. Entlang der Schnellstraßen stehen Lärmschutzwände aus PV-Modulen. In den Kellern haben wir Speicher, die Eigenheimbesitzer und Mieter versorgen, an der Strombörse handeln und unsere Energienutzung optimieren. Größere Batterien in schön bemalten Containern stehen an Ortsausgängen und zwischen den Orten steht ab und zu eine Freiflächenanlage oder ein Windrad. Wärme kommt aus dem Boden, dem Fluss oder der Luft. Je mehr wir davon nutzen, desto günstiger wird es.

Macht mit, kommt vorbei, setzt Projekte um! Gestaltet mit uns die Energiewende in der Zukunft.

Wichtige Treffen zu Investitionen in Windenergie- und Freiflächen-PV-Anlagen

Mitte Januar gab es zwei Treffen mit wichtigen Akteuren im Bereich Bau von Freiflächen-PV-Anlagen und WindEnergieAnlagen (WEA) zum einen mit den Pfalzwerken, Neue Energie Rheinauen und Neue Energie Bad Dürkheim und zum anderen mit der WEAG und den SWS.
Vertreter der bINe konnten jeweils unsere Genossenschaft und unsere bisherigen Tätigkeiten, sowie die Beteiligungsmöglichkeiten auch über BAFA-Invest vorstellen.
In beiden Gesprächen ging es um Beteiligungen an Betreibergesellschaften. Während es im ersten Gespräch um ein Angebot der Beteiligung an der Freiflächen-PV-Anlage bei Hettenleidelheim (9 MWp auf 10,6 ha) ging, stand im zweiten Gespräch die geplante WEA in Hatzenbühl im Vordergrund. Es wurde vereinbart, dass nach dem Zuschlag der EEG-Ausschreibung von der WEAG ein Wirtschaftsplan (Business-Case) erstellt wird. Dieser dient dann als Entscheidungsgrundlage für die Investition der Kommanditisten WEAG, SWS und bINe

Wir bleiben am Ball (im Wind) und berichten, wenn es Fortschritte gibt.

Mitarbeiter gesucht

Du hast Erfahrung in Grafikdesign und/oder Social Media? Das wären die richtigen Voraussetzungen, um unser Marketing-Team der bINe zu verstärken.

Was sind deine Aufgaben im Team?

  • Gestaltung von Werbematerialien wie Flyer, Plakate, Banner etc.
  • Vorbereiten und aktualisieren von Präsentationen
  • Organisation von Infoveranstaltungen und Infoständen, z.B. auf Märkten
  • Pflege der Webseiten / der Accounts bei Instagram und LinkedIn

Was bieten wir dir?

  • Du arbeitest in einem netten Team engagierter Mitglieder und hilfst die Energiewende mitzugestalten bei flexiblen Arbeitszeiten im Homeoffice.

Wie wird deine Arbeit vergütet?

  • Wir arbeiten alle ehrenamtlich und haben dabei ein gutes Gefühl, etwas für die Umwelt und die Natur zu leisten und lernen viele Leute kennen.

Du fühlst dich angesprochen oder hast Fragen?
Dann melde Dich bei peter.brech[at]buergerinenergie.de oder frank.schmitt[at]buergerinenergie.de!

Nächste Termine

In einigen unserer bINe-Gemeinden gibt es bereits aktive Ortsgruppen, die sich regelmäßig treffen, wobei neue Interessenten immer willkommen sind – einfach mal reinschnuppern!

26.01.2026  19.00 Uhr Ortsgruppe Böhl-Iggelheim, TSV Gaststätte, Jahnstraße 2

29.01.2026  19.00 Uhr Energiestammtisch Speyer im Naturfreundehaus am Festplatz

04.02.2026  19.00 Uhr Energiestammtisch Altrip im Gasthaus zur Gliggermühle, Ludwigstraße 7

Alle Termine findest du auch immer auf unserem Terminkalender.

Du möchtest bei der bINe mitarbeiten?

Dann schau doch mal bei einer unserer Ortsgruppen vorbei. Die lokalen Ansprechpartner koordinieren die Treffen der Ortsgruppen und geben dir gerne persönlich einen Überblick über die Arbeitsweise der bINe.

Wir wünschen euch einen schönes Frühjahr mit viel Sonne für eure PV-Anlagen.

Peter von der bINe