Windenergie

Aktuell: Stellungnahme zum Flugblatt der Bürgerinitiative „Meckenheim Windradfrei“

Windräder bei Römerberg
Windenergie – Energie aus unserer Region

Windenergie ist eine der tragenden Säulen der Energiewende. Als Bürgerenergiegenossenschaft setzen wir bewusst auf diese saubere, nachhaltige und langfristig wirtschaftliche Form der Stromerzeugung – direkt hier vor Ort. Denn auch in der Vorderpfalz weht in entsprechender Höhe genügend Wind, um rentabel Strom aus Windkraft zu erzeugen. Dies führt trotz witterungsbedingten Schwankungen zu einer permanenten Einspeisung von Windstrom und reduziert die Netz- und Speicherausbaukosten. Außerdem werden die bis zu 10% entstehenden Transportverluste, die beim Transport des Windstroms von der Küste zu uns entstehen, minimiert. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und stärken gleichzeitig die regionale Energieversorgung.

Warum Windenergie?

Erneuerbar und nachhaltig: Wind steht unbegrenzt zur Verfügung und verursacht keine fossilen Emissionen.
Regionaler Nutzen: Die Wertschöpfung bleibt in der Region – davon profitieren Bürgerinnen und Bürger direkt.
Unabhängigkeit: Weniger Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und internationalen Märkten.
Wirtschaftlich: Moderne Anlagen arbeiten effizient und ermöglichen stabile Erträge über viele Jahre.

Unser Ansatz

Als Genossenschaft steht für uns nicht die maximale Rendite im Vordergrund, sondern der gemeinsame Nutzen. Unsere Mitglieder beteiligen sich aktiv an der Energiewende und profitieren gleichzeitig von den Erträgen der Anlagen.

Wir legen großen Wert auf:

Transparenz bei Planung und Betrieb
Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe
Sorgfältige Standortwahl unter Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz
Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kommunen und lokalen Akteuren

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Windenergie ist mehr als Technik – sie ist ein Gemeinschaftsprojekt. Mit jeder erzeugten Kilowattstunde kommen wir unserem Ziel näher: eine sichere, nachhaltige und unabhängige Energieversorgung für kommende Generationen.

Mach mit und werde Teil der Energiewende vor Ort.

Vorteile für Kommunen
WEA bei Haßloch

Es gibt eine Reihe von Vorteilen, die eine dezentrale Energiewende interessant machen, so der Gemeindeanteil an der Stromumlage in Höhe von 0,2 ct/kWh nach §6 EEG und die Gewerbesteuereinnahmen. Die Kommunen im Umkreis von 2,5 km des Standorts erhalten im Verhältnis ihrer Gemarkungsfläche einer WEA insgesamt ca. € 30.000,- je Jahr als Stromumlage (0,2 ct/kWh). Über die geplante Mindestlaufzeit von 20 Jahren wären das insgesamt ca. 600.000,- €, die an die umliegenden Gemeinden ausgeschüttet werden. Außerdem erhält die Standortgemeinde, auf dessen Gebiet das Windrad steht, 90% der Gewerbesteuer und wenn sich der Sitz der Betreibergesellschaft auch in der Standortgemeinde befindet, sogar 100%. Die Gewerbesteuereinnahmen belaufen sich über die Gesamtlaufzeit von 25-30 Jahren bei ca. 750.000,- € bis 1,5 Mio. €.

Vorteile für Grundstückseigentümer/-innen

Zusätzlich erhalten die betroffenen Grundstückseigentümer/-innen zwischen 9 bis 18% des Stromerlöses, was zu attraktiven sechsstelligen Pachten führt, die über die Vertragslaufzeit von 20 Jahre oder mehr bezahlt werden. 99% der Windpark-Fläche stehen weiterhin zur Nutzung zur Verfügung, während Windräder klimaneutralen Strom und neben Profit auch ein grünes Gewissen erzeugen. Je Windanlage fallen nämlich 6400t weniger CO2 an. Zudem ist eine resilientere Energieversorgung gegeben, da 4500 Haushalte mit jeder WEA jährlich versorgt werden können.

Die Vorteile für Bürger/innen werden auf unserer Seite Investitionsprojekte vorgestellt.

Unsere geplanten Windparkprojekte:

  • Windpark Haßloch II Nord/Ost Prokon 2026
  • Windpark Haßloch III Nord/West Prokon 2028/2029
  • Windpark Hatzenbühl SWS/WEAG 2026
  • Windpark Herxheim SWS/WEAG 2027
  • Windpark Lambsheim/Maxdorf GAIA I 2027/2028
  • Windpark Meckenheim GAIA I 2027/2028
  • Windpark Meckenheim II / Ruppertsberg Prokon 2028/2029
  • Windpark Neuhofen Pionext 2026
  • Windpark Otterstadt/Waldsee SWS/WEAG 2028
  • Windpark Römerberg SWS/WEAG 2028

Kooperationen

Die bINe hat im Juni 2024 eine Kooperationsvereinbarung mit den Stadtwerke Speyer (SWS) zu Beteiligung an Windpark-Projektgesellschaften, insbesondere für den Windpark Römerberg mit 5 geplanten Windenergieanlagen (WEA) und Windpark Waldsee/Otterstadt mit 3 geplanten WEA geschlossen.

Zusätzlich hat die bINe mit Deutschlands größter Bürgerenergiegenossenschaft Prokon, mit über 40.000 Mitgliedern und 452 Windenergieanlagen (WEA), im Januar 2025 eine Kooperationsvereinbarung über den Windpark Haßloch III geschlossen. Die Kooperationsvereinbarung mit Prokon bezieht sich ausschließlich auf die 5 projektierten WEA im Nord-Westen von Haßloch (3 WEA auf Haßlocher Gemarkung und 2 WEA auf Mußbacher Gemarkung). Die Beteiligungshöhe kann max. 20% der Investitionssumme betragen. 

Weiterhin hat die bINe im November 2025 eine Kooperationsvereinbarung über den Windpark Meckenheim II / Ruppertsberg geschlossen. Die Kooperationsvereinbarung mit Prokon bezieht sich auf die 7 projektierten WEA zwischen Meckenheim und Ruppertsberg auf landwirtschaftlich genutztem Gelände. Die Beteiligungshöhe kann max. 30% der Investitionssumme betragen. 

Außerdem laufen Verhandlungen mit dem größten Erzeuger erneuerbaren Energien in Europa, dem norwegischen Staatskonzern Statkraft. Die Fa. Statkraft hat 34 Windparks, ehemals JUWI, übernommen, davon sind 3 WEA in Schwegenheim,  1 in Römerberg, 1 bei Worms und die beiden Bestandsanlagen in Haßloch. Als erstes will Statkraft die 3 Bestandsanlagen in Schwegenheim (Richtung Mechtersheim) repowern. Beim Repowering werden die Bestandsanlagen mit höheren und leistungsstärkeren WEA ersetzt, was zu einer etwa 5-fach höheren Leistung führt. Zusätzlich sind z.B. in Schwegenhein max. 3 neue WEA geplant.

Mit der Gesellschaft für Alternative Ingenieurtechnische Anwendungen (GAIA) mbH aus Lambsheim, einem lokalen Anbieter für Wind- und Solarenergie-Projekte, stehen wir aufgrund des geplanten Windparks im Süd-Osten von Meckenheim mit max. 4 WEA und einer WEA in Maxdorf wegen Bürgerbeteiligung im Gespräch.

Mit der PIONEXT Service GmbH & Co. KG einem Unternehmen der Mainzer Stadtwerke, der Pfalzwerke und Elektrizitätswerk Rheinhessen AG (EWR AG) aus Alzey stehen wir aufgrund des geplanten Windparks in Neuhofen wegen Bürgerbeteiligung in Verhandlung

Es gibt aber auch ein Negativerlebnis in unserem Umfeld! So plant die wiwi-consult aus Mainz fünf weitere WEA in der Nähe der schon stehenden zwei WEA auf der Gemarkung von Dannstadt-Schauernheim und Böhl-Iggelheim zu bauen. wiwi-consult ist die jetzige Firma des Hr. Willenbacher dem ehemaligen Mitgründer der JUWI. Die JUWI wurde 2014 an die MVV verkauft und ist jetzt hundertprozentige Tochter der MVV. Die wiwi consult habe ich mehrmals schriftlich und telefonisch kontaktiert und versucht für unsere Ortsgruppe Böhl-Iggelheim Kontakt aufzunehmen, allerdings ohne Erfolg. Es gibt auch Initiatoren und Betreiber von Windkraftanlagen, die keine Bürgerbeteiligung wünschen und zulassen!

Umso wichtiger ist es, die Projekte mit Bürgerbeteiligung mit Hilfe der bINe zu unterstützen. 
Gemeinsam bringen wir die Energiewende in Schwung!

Autor: Uwe Holla, Leiter der Ortgruppe Haßloch und des Teams Windenergie

Nützliche weitere Informationen

Faktencheck zu Umweltauswirkungen von Windenergieanlagen (BUND, NABU)

Argumente für Windenergie: Fakten statt Mythen (BUND)

Außerdem gibt es zurzeit eine Diskussion und Angebote zu Kleinwindanlagen. In dem Video von Breaking Lab wird erläutert, warum sich diese Anlagen nicht lohnen.