Projekt Weingut Schäfer in Neustadt Mußbach

Die alte 43 kWp Anlage

2004 verpachtete das Weingut Schäfer eine Dachfläche von 450 m2 für die Errichtung einer PV-Anlage mit ca. 43 kWp und Volleinspeisung. Kurz vor Ablauf der garantierten Einspeisevergütung nach 20 Jahren haben Hr. Axel Schäfer und sein Sohn Frank Schäfer die Anlage vom Pächter gekauft.

2026 hat dann die bINe zusammen mit Hrn. Schäfer die Erweiterung der Anlage um 17 kWp auf einer zweiten Halle, die Umstellung auf Eigennutzung, die Nachrüstung von Speichern und den Einbau zweier DC-Ladestationen (Gleichstromladestationen) geplant. Im Laufe des Augusts und Septembers 2026 wurden die zusätzlichen Module und die zwei neuen Anlagen mit je ca. 30 kWp, 35 kWh Speicher und einer 25 kW DC-Ladestation in einem, extra dafür gebautem, Gartenhaus (aus Blech) aufgebaut. In dem Gartenhaus ist auch noch Platz für die Nachrüstung einer dritten Anlage, wenn der Verbrauch durch die Anschaffung von E-Autos und einem E-Schmalspurtrecker deutlich steigen sollte.

Die Anlage hat auch eine Ersatzstromversorgung über ein Gateway, die die volle Anschlussleistung von 120 kW bei Netzausfall auf Inselbetrieb umschalten kann und den Betrieb so lange versorgt, wie die Leistung aus der PV-Anlage und den Speicherbatterien ausreicht. An dieses Gateway können maximal 6 PV-Anlagen angeschlossen werden. Diese werden dann von dem Gateway wie eine einzige große Anlage geregelt. Über die bidirektionale Ladestation von Sigenergy kann dann im Notfall auch Strom aus den Autobatterien mit je 25 kW aus der Autobatterie in die Batterien der PV-Anlage zurück geladen werden. Diese Technik hat sich im Januar 2026 bei einigen wenigen Anlagen während des 10-tägigen Stromausfalls im Süden von Berlin bewährt.

Mit dem Umbau der PV-Anlage auf Eigennutzung mussten auch einige der alten Schaltschränke erneuert werden, um den Einbau eines neuen Zählers mit Wandlermessung zu ermöglichen. Das Weingut Schäfer stellte 2020 seinen Betrieb auf ökologischen Weinbau um und hat nach einer Energieberatung damit begonnen, seine Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurde 2026 die alte Ölheizung stillgelegt und durch 3 Wärmepumpen ersetzt. Neben dem Weingut befinden sich auf dem Gelände auch noch 2 Wohnungen für Hrn. Schäfer und seinen Sohn, die alle aus einem Stromnetz versorgt werden.